Flexible Mietdauer
Geprüfte Profi-Geräte
Sichere Bezahlung
24/7 Kundenservice
Flexible Mietdauer
Geprüfte Profi-Geräte
Sichere Bezahlung
24/7 Kundenservice
Ratgeber05. November 2026· Redaktion: Mietluke Team

Restfeuchte im Brennholz messen, bevor dein Ofen zischt und qualmt

Dein Holz zischt und die Scheibe wird grau? Wo das Messgerät hin muss, warum 20 und 25 Prozent beide stimmen und was du im November mit zu nassem Holz machst.

Anfang November, der erste richtig kalte Abend. Du legst zwei schöne Scheite nach, machst die Ofentür zu und freust dich auf Flammen. Stattdessen zischt es, an den Stirnseiten blubbert Wasser heraus, und die Scheibe wird so grau wie der Berliner Himmel.

Das Problem heißt Restfeuchte im Brennholz. Die gute Nachricht? Raten musst du nicht. Ein einfaches Holzfeuchtemessgerät und fünf Minuten mit dem Spaltbeil verraten dir, ob dein Stapel in den Ofen darf. Oder ob er noch einen Sommer braucht.

Für Eilige

  • Erlaubt ist Holz mit weniger als 25 Prozent Holzfeuchte. Das sind 20 Prozent Wassergehalt, also dasselbe Holz in einer anderen Rechnung.
  • Richtig gut brennt Holz mit 15 bis 20 Prozent Wassergehalt.
  • Gemessen wird auf der frisch gespaltenen Innenfläche, an drei Stellen quer zur Faser. Nie an Rinde oder Stirnseite.
  • Gespaltenes Holz an einem sonnigen, luftigen Platz ist oft nach einem Sommer trocken. Dicke Rundlinge brauchen deutlich länger.
  • Zu nass im November? Aussortieren statt verheizen und die nächste Ladung jetzt im Winter spalten.

Wie trocken muss Brennholz sein? 20 oder 25 Prozent

Wer nach Holzfeuchtigkeit für Brennholz sucht, findet drei Zahlen. Mal 18, mal 20, mal 25 Prozent. Klingt nach Chaos, ist aber meistens nur ein Übersetzungsfehler zwischen zwei Messgrößen.

Die 1. BImSchV, die Verordnung für kleine Feuerungsanlagen, erlaubt Scheitholz in § 3 nur mit einem Feuchtegehalt unter 25 Prozent, bezogen auf das Trockengewicht. Das Umweltbundesamt und viele Händler reden dagegen vom Wassergehalt. Der bezieht sich auf das ganze nasse Scheit. Und 25 Prozent Holzfeuchte sind genau 20 Prozent Wassergehalt.

Begriff erklärt

Holzfeuchte und Wassergehalt Die Holzfeuchte vergleicht das Wasser mit dem Holz ohne jedes Wasser. Der Wassergehalt vergleicht es mit dem ganzen Scheit samt Wasser und ist deshalb immer die kleinere Zahl. Waldfrisches Holz mit 50 Prozent Wassergehalt hat 100 Prozent Holzfeuchte, ganz ohne Rechenfehler.

Welche Zahl dein Messgerät zeigt, steht in der Anleitung. Das Profigerät aus unseren Quellen zeigt zum Beispiel die Holzfeuchte. Diese Brennholz Feuchtigkeit Tabelle übersetzt dir beides.

Anzeige HolzfeuchteWassergehaltWas das heißt
15 %rund 13 %Sehr trocken, brennt prima
20 %rund 17 %Ofenfertig
25 %20 %Grenze erreicht, darf nicht mehr rein
33 %25 %Deutlich zu nass
100 %50 %Waldfrisch, frühestens nächsten Winter

Ideal sind laut Umweltbundesamt 15 bis 20 Prozent Wassergehalt. Die Berliner Umweltverwaltung rät zu höchstens 20 Prozent und nennt 12 bis 15 Prozent als Bestwert. Noch trockener musst du nicht werden. Das TFZ Bayern schreibt, dass die meisten Öfen für 12 bis 20 Prozent Wassergehalt ausgelegt sind. Holz unter 10 Prozent ist also kein Ehrgeizprojekt, sondern eher ein Sonderfall aus der Trockenkammer.

Restfeuchte im Brennholz richtig messen in fünf Schritten

Der häufigste Fehler? Messspitzen in die Rinde, Zahl ablesen, freuen. Die Außenseite trocknet viel schneller als der Kern. Du misst dann den Sonnenbrand und nicht das Scheit. So geht es richtig, angelehnt an die Anleitung eines Profigeräts, das auch Schornsteinfeger benutzen.

  1. Gerät vorbereiten

    Holzart oder Materialcode einstellen, wenn dein Gerät das kann. Manche Geräte wollen auch die Holztemperatur wissen. Ohne diese Korrektur kann die Anzeige spürbar daneben liegen.

  2. Richtige Scheite holen

    Nimm mehrere normal dicke Scheite aus verschiedenen Ecken des Stapels, nicht nur das sonnige Prachtstück von oben. Das Holz sollte zwischen 0 und 30 Grad warm sein. Holz aus dem Frost legst du vorher ein paar Stunden in den Flur.

  3. Frisch spalten

    Spalte jedes Probescheit in der Mitte und miss sofort danach auf der Innenfläche. Trag dabei Sicherheitsschuhe, Handschuhe und eine Schutzbrille. Ein abprallendes Beil ist kein Partygag.

  4. Drei Punkte quer zur Faser

    Die Spitzen etwa 6 Millimeter tief eindrücken, so dass ihre Verbindungslinie die Fasern kreuzt. Miss nahe beiden Enden und in der Mitte. Äste, Harz und Risse meidest du, die Stirnseite sowieso.

  5. Mittelwert bilden und streng sein

    Aus den drei Werten den Durchschnitt nehmen. Ein Schornsteinfegerbetrieb beschreibt die Bewertung so, dass kein Probescheit 25 Prozent Holzfeuchte oder mehr haben darf. Ein einziger Ausreißer nach oben heißt also, der Stapel ist noch nicht durch.

Zeigt dein Gerät mehr als etwa 35 Prozent Holzfeuchte, wird es ungenau. Dann ist die genaue Zahl aber auch egal. Das Holz ist nass und bleibt draußen.

Was dein Messwert bedeutet und warum nasses Holz zischt

Bevor feuchtes Holz brennt, muss das Wasser darin verdampfen. Das kostet Energie, die nachher nicht im Wohnzimmer ankommt. Das Zischen ist genau dieses Wasser, das als Dampf aus den Enden pfeift.

Unter 20 Prozent HolzfeuchteAb in den Ofen

20 bis knapp 25 ProzentErlaubt, aber noch nicht toll

25 bis 35 ProzentZurück auf den Stapel

Über 35 ProzentMindestens einen Sommer warten

Wie viel Wärme dabei verloren geht, zeigt das Merkblatt der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft. Hier ist der Heizwert von einem Kilo Fichte, je nach Wassergehalt.

15 % Wassergehalt4,32 kWh
20 % Wassergehalt4,02 kWh
30 % Wassergehalt3,44 kWh
50 % Wassergehalt2,26 kWh

Waldfrisches Holz liefert pro Kilo also ungefähr halb so viel Wärme. Dazu kommen laut LWF höhere Emissionen und aggressive Ablagerungen in Ofen und Schornstein. Bei Kaminöfen prüft der Schornsteinfeger bei der Feuerstättenschau übrigens auch, ob dein Brennstoff die Feuchtegrenze einhält. So steht es in § 15 der Verordnung.

Wie lange muss Brennholz trocknen? Tabelle nach Holzart

Das Umweltbundesamt sagt je nach Holzart ein bis zwei Jahre. Versuche am TFZ Bayern waren optimistischer. Gespaltenes Holz lag dort nach rund acht Monaten unter 20 Prozent Wassergehalt. Im Dezember geschlagenes Holz war nach einem warmen Sommer schon im Juli ofenfertig.

Die Spannen unten gelten für gespaltenes Holz an einem sonnigen, luftigen Platz mit Dach. Sie stammen von LWF und TFZ in Bayern und vom Landesumweltamt NRW. Steht dein Stapel im Schatten hinterm Schuppen, plan lieber großzügiger.

HolzartTrocknungsdauer gespaltenGut zu wissen
Fichte, Kiefer, Pappelrund ein Jahr, im Versuch oft schon nach einem SommerNadelholz brennt gut an, Pappel brennt schnell weg
Birke, Erle, Lindeein bis zwei JahreBirke spritzt kaum und riecht angenehm
Buche, Esche, Obstholzgut gelagert unter einem Jahr, als Faustregel zweiBuche macht viel Glut und lange Wärme
Eichezwei bis drei JahreTrocknet am zähesten, unbedingt nachmessen
Rundlinge jeder Artbis zu zwei JahreAb etwa 10 Zentimetern Durchmesser lieber spalten

Eine Brennholz trocknen Dauer Tabelle ist trotzdem nur eine Schätzung. Zwei Stapel derselben Buche können nach einem Jahr ganz verschieden dastehen, nur weil einer im Wind steht und einer an der Nordwand. Am Ende entscheidet das Messgerät, nicht der Kalender. Wie du den Stapel richtig baust, steht in unserem Ratgeber Brennholz selber machen vom Stamm bis zum Scheit.

Warum frühes Spalten die Trocknung abkürzt

Wasser verlässt das Holz über seine Oberfläche. Ein dicker Rundling hat wenig Oberfläche und viel Kern, er trocknet wie ein Wintermantel auf der Wäscheleine. Laut TFZ braucht ungespaltenes Holz etwa zwei Sommermonate länger, bis es unter 20 Prozent Wassergehalt kommt. Für Kaminöfen empfiehlt das TFZ Scheite unter 15 Zentimetern Durchmesser.

Es gibt noch einen zweiten Grund. Laubholz, das zu langsam trocknet, wird gern von holzabbauenden Pilzen besiedelt. Förster nennen das Verstocken. Das Holz wird weich und verliert viel von seinem Energieinhalt, bevor es überhaupt im Ofen liegt.

Deshalb ist der November eine gute Zeit. Die LWF rät, Brennholz im Winter zu schlagen und möglichst rasch zu spalten, frisches Holz spaltet sich ohnehin leichter. Die Trocknung beginnt laut TFZ schon im Winter, ab März sind bis zu zehn Prozentpunkte pro Monat drin. Was du jetzt auf Ofenlänge bringst, hat bei gutem Lagerplatz eine echte Chance, im nächsten Herbst trocken zu sein.

Bei ein, zwei Raummetern Buche wird die Axt allerdings schnell zum Fitnessstudio mit Splitterbonus. Der Holzspalter (stehend, 8t) drückt mit 8 Tonnen Spaltkraft und nimmt Stücke bis 55 Zentimeter Länge und 30 Zentimeter Durchmesser. Er braucht einen 400 Volt Starkstromanschluss. Ob sich Mieten oder Kaufen für deine Menge rechnet, steht in Holzspalter mieten oder kaufen.

Spalter und Säge sind keine Spielzeuge Ein Holzspalter ist eine Maschine für eine Person. Die Unfallversicherung SVLFG warnt ausdrücklich davor, zu zweit am Spalter zu arbeiten, und verlangt Gehörschutz, Sicherheitsschuhe, Schutzbrille, Handschuhe und eng anliegende Kleidung. Die Zweihandbedienung wird nie überbrückt. Wer vorher mit der Kettensäge ablängt, trägt Schnittschutzhose und Helm mit Gesichtsschutz, mehr dazu in Kettensäge sicher bedienen. Und weil beides laut ist, lohnt vorher ein Blick auf die Ruhezeiten in Berlin.

Holz zu nass, und das im November? So rettest du den Winter

Ein fieser Punkt, den kaum ein Ratgeber erwähnt. Holz nimmt im Herbst wieder Feuchte auf. In den bayerischen Versuchen blieb abgedecktes Holz unter 20 Prozent Wassergehalt, unbedecktes stieg auf fast 30 Prozent. Dein Holz war im August trocken? Schön. Ohne Dach ist es das im November vielleicht nicht mehr.

Nasse Scheite unter die trockenen mischen, wird schon

Nur verheizen, was unter 25 Prozent Holzfeuchte misst, der Rest geht zurück auf den Stapel

Den nassen Vorrat in Keller oder Garage retten

Draußen lassen, sonnig, luftig, aufgebockt und nur oben gegen Regen geschützt

Den Stapel von allen Seiten in Plane wickeln

Plane nur auf die Oberseite, die Seiten bleiben offen für den Wind

Scheite zum Trocknen direkt an den heißen Ofen legen

Nur den Tagesvorrat im warmen Raum lagern, mit dem Abstand aus deiner Ofenanleitung

Neues Holz ungeprüft kaufen

Wassergehalt vom Händler bestätigen lassen und beim Abladen ein Scheit spalten und messen

Wenn der trockene Vorrat nicht reicht, ist Zukaufen die ehrliche Lösung. Nasses Holz zu verheizen bringt dir halbe Wärme, eine verrußte Scheibe und eine ernste Unterhaltung mit dem Schornsteinfeger.

Schimmel auf Brennholz und uraltes Holz

Weißer Flaum auf den Scheiten ist ein Zeichen, dass der Lagerplatz zu feucht, zu dunkel oder zu dicht gepackt ist. Schimmel auf Brennholz entsteht nicht im trockenen Wind. Trag solches Holz nicht in die Wohnung, pack es draußen mit Handschuhen an und lass es luftig nachtrocknen. Wer Allergien oder Asthma hat, überlässt stark verschimmelte Scheite lieber jemand anderem. Ist das Holz schon weich und bröselig, steckt kaum noch Wärme drin.

Stimmt nicht

Brennholz muss immer zwei Jahre liegen. Gespaltene Fichte oder Buche schafft es an einem guten Platz laut LWF innerhalb eines Jahres. Eiche und Rundlinge brauchen länger.

Stimmt nicht

Am Klopfen hörst du, ob Holz trocken ist. Ein heller Klang ist ein Hinweis. Eine Zahl, mit der du unter 25 Prozent bleibst, liefert er nicht.

Stimmt

Gelagertes Holz wird mit den Jahren schlechter. Die LWF schreibt, dass auch gut gelagertes Holz durch natürlichen Abbau bis zu 3 Prozent Brennwert pro Jahr verlieren kann.

Häufige Fragen zur Restfeuchte im Brennholz

Wie hoch darf die Restfeuchte bei Brennholz sein?

Die 1. BImSchV verlangt weniger als 25 Prozent Holzfeuchte, bezogen auf das Trockengewicht. Das entspricht 20 Prozent Wassergehalt. Gut brennt Holz mit 15 bis 20 Prozent Wassergehalt.

Ist es sicher, Holz mit 25 % Restfeuchte zu verbrennen?

Nein, in beiden Lesarten. Bei 25 Prozent Holzfeuchte ist die Grenze erreicht, erlaubt ist nur darunter. Sind es 25 Prozent Wassergehalt, liegt die Holzfeuchte schon bei rund 33 Prozent und das Holz ist deutlich zu nass.

Ist es Quatsch, Brennholz 2 Jahre lang zu lagern?

Nicht bei Eiche oder ungespaltenen Rundlingen, die brauchen das oft. Gespaltenes Nadelholz und Buche sind an einem sonnigen, luftigen Platz meist nach einem Jahr ofenfertig. Statt Jahre zu zählen, misst du einfach nach.

Kann man 10 Jahre altes Brennholz noch verwenden?

Wenn es trocken und fest ist, ja. Es hat durch natürlichen Abbau aber Heizwert verloren. Ist es weich, morsch oder verpilzt, steckt kaum noch Wärme drin.

Kann man trockenes Brennholz in der Garage lagern?

Zum Trocknen taugen Garage und Keller nicht, dort fehlen Sonne und Wind. Frisches Holz verstockt darin eher. Wenn überhaupt, kommt nur Holz hinein, das schon unter 20 Prozent Holzfeuchte misst, mit Luft drumherum und Abstand zur Wand.

Sollte man Brennholz abdecken oder nicht?

Ja, aber nur oben. Ein Dach oder eine Plane auf der Oberseite hält Regen ab, die Seiten bleiben offen. Von allen Seiten verpackt trocknet das Holz nicht und fängt an zu schimmeln.

Passt dazu

Holzspalter (stehend, 8t) mieten

Wer jetzt im Winter auf Ofenlänge spaltet, heizt im nächsten Herbst mit trockenem Holz. Den Tagespreis siehst du auf der Geräteseite.

Gerät ansehen