Die erste Frage am Telefon lautet fast nie „Habt ihr einen Bagger?“, sondern „Welcher Bagger passt bei mir durch?“. Minibagger gibt es als 800-kg-Zwerg, der durch eine Haustür rollt, bis zum 2,5-Tonner, der eine Einfahrt braucht und einen Tieflader gleich mit. Hier bekommst du die Einordnung, damit du nicht den Bagger mietest, der vor dem Gartentor stehen bleibt.
Für die meisten privaten Projekte ist die Klasse zwischen 1,5 und 2 Tonnen der Sweet Spot. Schmal genug für ein 1-Meter-Tor, schwer genug für Fundamente, Gräben und einen Teich. Unsere beiden Modelle mit 1,7 und 1,9 Tonnen findest du auf der Seite Minibagger mieten, für Berlin und Umland mit Lieferung auf Minibagger mieten Berlin.
Wie schwer ist ein Minibagger?
Als Minibagger gelten grob alle Kompaktbagger unter sechs Tonnen, im Alltag meint fast jeder damit die Klasse von 0,8 bis 3 Tonnen. Das Gewicht ist die wichtigste Kennzahl, weil an ihm fast alles andere hängt. Ein schwererer Bagger hat mehr Grabkraft und Reichweite und kippt nicht so schnell, wird aber breiter, höher und braucht einen größeren Anhänger.
Der Minibagger kompakt 1,7 t steht mit 1.400 Kilogramm Betriebsgewicht in den Produktdaten, der Minibagger kompakt 1,9 t mit 1.900 Kilogramm Einsatzgewicht. Der Name einer Gewichtsklasse ist also eine Herstellerangabe, das tatsächliche Gewicht steht auf dem Typenschild und zählt für Anhänger und Führerschein. Genau dieser Unterschied ist der Grund, warum die Zahlen im Netz zum Minibagger Gewicht so unterschiedlich aussehen.
Was ist der kleinste Minibagger?
Die kleinste Klasse fängt bei rund 800 Kilogramm an, manche Hersteller nennen sie Microbagger. Diese Zwerge sind mit eingefahrenem Laufwerk teils nur etwa 70 Zentimeter breit und passen durch eine Haustür oder in einen Kellerabgang, etwa für den Innenhof eines Altbaus.
Die Kehrseite ist die Leistung. Ein 800-kg-Bagger gräbt grob 1,5 bis 1,8 Meter tief, hebt wenig und kommt bei Wurzeln oder verdichtetem Boden schnell an seine Grenze. Wir haben diese Klasse nicht im Mietpark, weil bei den meisten Anfragen die 990 Millimeter unserer Modelle ausreichen und dann deutlich mehr Leistung dabei ist.
Minibagger 1,5 Tonnen: ab hier wird gearbeitet
Zwischen 1,5 und 1,8 Tonnen beginnt die Klasse, in der ein Minibagger richtig gräbt. Unser 1,7-t-Modell ist mit 990 Millimetern Transportbreite so schmal wie viele kleinere Maschinen, hat aber 2.030 Millimeter Grabtiefe, 3.630 Millimeter Reichweite und laut Produktdaten eine Hubkraft bis 1.100 Kilogramm. Dazu kommt ein Heckschwenkradius von nur 720 Millimetern ohne Hecküberhang, du kannst also direkt an Mauern drehen, ohne dass der Oberwagen dem Nachbarn ins Beet ragt.
Diese Klasse ist die Antwort auf die meisten Fragen aus dem Reihenhausgarten. Leitungsgraben, Streifenfundament, Terrassenaushub, Wurzelstöcke, Drainage, alles das erledigt ein 1,7-Tonner an einem Tag, für den du mit dem Spaten eine Woche bräuchtest.
Minibagger 2 Tonnen: mehr Tiefe, mehr Reichweite
Die Klasse um zwei Tonnen bringt vor allem Tiefe und Reichweite. Unser 1,9-t-Modell kommt laut Produktdaten auf rund 2,3 Meter Grabtiefe und etwa 3,9 Meter Reichweite, hat einen Motor mit rund 14,3 Kilowatt, ein hydraulisches Planierschild und Zusatzhydraulik für Anbaugeräte. Das Laufwerk fährt von 0,99 auf 1,34 Meter aus, die Transportbreite bleibt also wie beim kleinen Bruder, die Standfestigkeit steigt.
Wer nach Minibagger 2 Tonnen sucht, plant meist einen Teich, einen Pool oder Drainage rund ums Haus. Die zusätzliche Reichweite ist dabei Gold wert, weil du den Aushub weiter weg ablegen kannst. Ab 2,5 Tonnen wird es eine andere Liga. Solche Bagger sind grob 1,4 bis 1,55 Meter breit, brauchen eine Einfahrt statt eines Gartentors und für den Straßentransport meist einen Tieflader. Den direkten Vergleich unserer beiden Modelle findest du im Ratgeber 1,7 t oder 1,9 t.
Gewichtsklassen im Überblick
Die Werte der Klassen, die wir nicht im Park haben, sind grobe Spannen aus Datenblättern gängiger Hersteller und ersetzen kein Datenblatt. Die Werte unserer beiden Modelle stammen aus den Produktdaten.
| Gewichtsklasse | Breite | Grabtiefe | Typischer Einsatz | Transport |
|---|---|---|---|---|
| ca. 0,8 t (Microbagger) | ca. 0,7 bis 0,9 m | ca. 1,5 bis 1,8 m | Hausdurchgang, Kellerzugang, kleine Gräben, wenig Aushub | Leichter PKW-Anhänger, je nach Kombination mit Klasse B |
| 1,7 t (Mietluke) | 990 mm, bis 1.200 mm ausfahrbar | 2.030 mm | Gartentor, Leitungsgraben, Fundament, Terrasse, wandnahes Arbeiten | PKW-Anhänger mit ausreichender Nutzlast oder Lieferung in Berlin und Umland |
| 1,9 t (Mietluke) | 990 mm, bis 1.340 mm ausfahrbar | ca. 2.300 mm | Teich, Pool, Drainage, tiefer Aushub mit mehr Reichweite | PKW-Anhänger ab Klasse BE laut Produktdaten oder Lieferung in Berlin und Umland |
| ca. 2,5 t | ca. 1,4 bis 1,55 m | ca. 2,5 bis 2,9 m | Größere Baugruben, Einfahrten, Hausanschlüsse | Anhänger nahe der 3,5-t-Grenze oder Tieflader |
| ca. 3 bis 5 t | ca. 1,6 bis 2,0 m | ca. 3 bis 3,8 m | Kanalbau, große Gruben, Abbruch | Tieflader, Spedition |
Ein Bagger, den du nicht auf deinen Anhänger bekommst, kostet dich die Lieferung oder den Tag, an dem du erst einen größeren Anhänger organisierst. Wie Rampen, Anhänger und Führerschein zusammenpassen, steht im Ratgeber Minibagger transportieren.
Welcher Minibagger für Privat?
Für Privatleute lautet die Antwort in neun von zehn Fällen 1,7 oder 1,9 Tonnen. Beide passen durch ein Tor mit einem Meter lichter Breite und lassen sich nach einer Einweisung ohne Vorerfahrung bedienen. Der 0,8-Tonner ist die Wahl, wenn nur eine Haustür als Zugang bleibt. Alles ab 2,5 Tonnen lohnt sich privat selten, weil Zufahrt und Transport mehr Aufwand machen als der Aushub.
Zwischen 1,7 und 1,9 Tonnen entscheidet das Projekt. Enge Zufahrt, Arbeiten an der Hauswand, kleinere Gräben, dann das 1,7-t-Modell. Teich, Pool, tiefe Drainage oder viel Aushub, dann das 1,9-t-Modell mit mehr Grabtiefe und Reichweite. Der Aufpreis von zehn Euro am Tag ist bei einem tiefen Loch schnell wieder drin. Wie eng eine Zufahrt wirklich ist, klärt der Ratgeber Wie breit ist ein Minibagger?.
Wie tief kann ein Minibagger graben?
Die Grabtiefe wächst mit der Gewichtsklasse, weil Ausleger und Stiel länger werden. Ein 0,8-Tonner schafft grob anderthalb Meter, unser 1,7-t-Modell 2.030 Millimeter, das 1,9-t-Modell rund 2,3 Meter, ein 2,5-Tonner etwa 2,5 bis 2,9 Meter. Die maximale Grabtiefe gilt bei senkrecht gestrecktem Ausleger, bei einem breiteren Graben oder einer Böschung verlierst du praktisch immer ein Stück davon.
Für die Planung rechnest du deshalb mit Reserve. Streifenfundament, Leitungsgraben oder ein Gartenteich mit 1,5 Metern sind für beide Modelle komfortabel, ab zwei Metern wird es beim 1,7-Tonner eng. Ab 1,25 Metern Tiefe gehört zudem eine Böschung oder ein Verbau dazu, sonst rutscht dir die Wand nach, und das ist keine Frage der Maschine, sondern der eigenen Gesundheit.
Was kann ein Minibagger heben?
Die Hubkraft ist der Wert, bei dem Hersteller und Realität am weitesten auseinanderliegen. Unser 1,7-t-Modell hat laut Produktdaten eine Hubkraft bis 1.100 Kilogramm. Das gilt nah an der Maschine mit ausgefahrenem Laufwerk. Je weiter der Ausleger ausgestreckt ist, desto weniger bleibt übrig, beim Schwenken über die Seite noch einmal weniger.
Für die Praxis heißt das, ein voller Löffel nasser Erde, ein Wurzelstock oder ein paar Randsteine sind kein Problem. Eine volle Palette Pflastersteine mit über einer Tonne ist dagegen nichts für diese Klasse, dafür ist ein Radlader das bessere Gerät, mehr dazu im Ratgeber Radlader oder Minibagger. Lasten am Löffel zu heben, ist ohnehin nur mit geeigneten Anschlagmitteln und ohne Personen darunter erlaubt.
Beide Modelle stehen bei uns in 12307 Berlin zur Abholung bereit oder werden in Berlin und bis 70 Kilometer Umkreis geliefert. Produktdaten und Tagespreise findest du am Minibagger kompakt 1,7 t und am Minibagger kompakt 1,9 t, den Überblick mit Preisliste auf Minibagger mieten.
