Was kostet ein Gerüst mieten? Die Frage kommt bei uns mindestens einmal die Woche, meistens von jemandem, der eine Dachrinne, eine Fassade oder ein Treppenhaus vor sich hat und nicht schon wieder auf der wackligen Leiter stehen will. Die Antwort hat zwei Teile, weil es zwei völlig verschiedene Dinge gibt, die beide Gerüst heißen. Das eine baut ein Gerüstbauer an dein Haus, das andere holst du dir bei uns in 12307 Berlin und baust es selbst auf. Beides hat seinen Platz.
Was kostet ein Gerüst mieten?
Ein Fassadengerüst vom Gerüstbauer wird nicht pro Tag berechnet, sondern nach Fläche und Standzeit. Der Betrieb misst die Gerüstfläche in Quadratmetern, also Länge mal Höhe der eingerüsteten Wand. Darauf gibt es einen Preis für Auf- und Abbau inklusive einer Grundstandzeit, oft vier Wochen. Bleibt das Gerüst länger stehen, kommt für jede weitere Woche eine Standmiete pro Quadratmeter dazu. Anfahrt, Gerüsttreppen, Schutznetze, Dachfanggerüst und Gehwegabsperrungen werden extra berechnet. In Berlin braucht ein Gerüst auf öffentlichem Gehweg außerdem eine Sondernutzungserlaubnis vom Bezirksamt, die kostet ebenfalls Gebühr.
Deshalb nennen wir hier keine Beträge. Der Preis für ein Reihenhaus im Berliner Süden mit zwei Etagen und freier Stirnseite hat mit dem für einen Altbau in Kreuzberg mit Hinterhof und Zufahrt durch die Toreinfahrt nichts zu tun. Hol dir zwei Angebote, lass beide die Fläche nachmessen und achte vor allem auf die Standzeit. Die meisten Nachzahlungen entstehen, weil der Maler zwei Wochen später kommt als geplant.
Was kostet ein Gerüst pro Tag?
Tageweise mietest du ein Rollgerüst, auch Fahrgerüst genannt. Das ist ein Turm aus Aluminium mit Rollen unten und einer Arbeitsplattform oben, den du selbst aufbaust, an die Wand schiebst und abends wieder zusammenklappst. Unser Profi Alu-Rollgerüst hat rund 5 Meter Arbeitshöhe, eine Plattform von 2,00 mal 0,60 Metern und trägt 200 Kilogramm pro Quadratmeter. Der Tagespreis steht direkt am Gerät, und ab drei Miettagen wird es pro Tag günstiger.
Fünf Meter Arbeitshöhe heißt: Du stehst auf gut drei Metern und arbeitest bequem bis zur Dachrinne eines Erdgeschosses oder bis zur Decke eines hohen Altbauflurs. Für das zweite Obergeschoss reicht das nicht, und das ist dann auch keine Frage des Preises mehr, sondern der Physik.
Preis, Verfügbarkeit und den vollständigen Lieferumfang findest du auf der Seite Rollgerüst mieten Berlin. Das Gerüst kommt per Spedition oder mit unserer Lieferung, Abholung in 12307 Berlin geht mit Anhänger oder großem Kombi.
Wann reicht ein Rollgerüst und wann brauchst du den Gerüstbauer
Das Rollgerüst ist das richtige Gerät, wenn die Arbeit punktuell ist und du dich bewegen willst. Dachrinne reinigen an einem Bungalow oder Reihenhaus, Fassade im Erdgeschoss streichen, Fenster außen putzen oder einen Rollladenkasten reparieren, Lampen im Treppenhaus wechseln, eine Altbaudecke mit dreieinhalb Metern Höhe spachteln. Du baust an einer Stelle auf, arbeitest zwei Meter Breite ab, steigst runter, schiebst weiter. Wie du die Rinne dabei sauber und sicher freibekommst, steht im Ratgeber Dachrinne und Fallrohr reinigen.
Der Gerüstbauer kommt ins Spiel, sobald du über die 5 Meter musst, mehrere Wochen an der gesamten Fassade arbeitest oder das Gerüst gleichzeitig als Absturzsicherung am Dach dient. Dachdecker, Fassadendämmung, Fensteraustausch im Obergeschoss, Schornsteinsanierung. Da ist ein stehendes Gerüst mit Belägen auf jeder Etage schlicht das bessere Werkzeug, und beim Preis pro Quadratmeter und Woche ist es bei langer Standzeit sogar wirtschaftlicher als jedes Tagesmietmodell.
| Kriterium | Alu-Rollgerüst | Fassadengerüst vom Gerüstbauer |
|---|---|---|
| Abrechnung | pro Tag, Staffelrabatt ab 3 Tagen | pro Quadratmeter plus Standzeit |
| Arbeitshöhe | ca. 5 m | bis zum Dach, mehrere Ebenen |
| Aufbau | selbst nach Anleitung, zu zweit | Fachbetrieb, Auf- und Abbau inklusive |
| Typische Arbeit | Dachrinne, Erdgeschossfassade, Fenster, hohe Decken | Dach, Dämmung, ganze Fassade über Wochen |
| Bewegen | beliebig oft verschieben | steht, wo es steht |
Wer darf ein Gerüst aufbauen?
Ein Fassadengerüst darf nur von Gerüstbauern oder anderen fachkundigen Betrieben errichtet werden, und vor der Nutzung muss eine befähigte Person prüfen und freigeben. Das regelt die Betriebssicherheitsverordnung und die technische Regel TRBS 2121 Teil 1. Als Privatperson bekommst du das Material dafür ohnehin nicht einfach so, und du willst es auch nicht. Ein Fassadengerüst besteht aus Verankerungen in der Wand, Belägen, Diagonalen und Seitenschutz, da steckt Statik drin.
Beim Rollgerüst ist die Sache anders. Das darfst du selbst aufbauen, allerdings exakt nach der Aufbau- und Verwendungsanleitung des Herstellers, die bei unserem Gerüst im Lieferumfang liegt. Die DGUV Information 201-011 beschreibt, was dabei gilt: Aufbau durch Personen, die die Anleitung gelesen und verstanden haben, Prüfung vor jeder Nutzung, und keine Improvisation mit fehlenden Teilen. Im Klartext: Wer die Diagonalstreben weglässt, weil sie beim Einstieg stören, baut kein Gerüst, sondern einen Wackelturm. Zu zweit aufbauen ist Pflicht, allein bekommst du die oberen Rahmen nicht sicher gesetzt.
Wie breit ist ein Gerüst?
Unser Rollgerüst hat eine Plattform von 0,60 Metern Breite und 2,00 Metern Länge. Der Grundriss ist mit den Rollen etwas größer, plane für den Standplatz etwa 0,80 mal 2,20 Meter ein. Das passt in fast jeden Berliner Hausflur und durch die Toreinfahrt eines Altbaus. Fassadengerüste haben je nach Breitenklasse meist zwischen 60 und 90 Zentimeter Belagbreite, und sie stehen mit Abstand zur Wand, damit Putz und Farbe Platz haben.
Der wichtigere Wert beim Rollgerüst ist das Verhältnis von Höhe zu Standbreite. Je höher der Turm, desto eher braucht er Ausleger, das sind seitliche Stützen, die die Standfläche vergrößern. Ab welcher Höhe die Ausleger montiert werden müssen, sagt die Aufbau- und Verwendungsanleitung, und im Freien ist die Grenze niedriger als in Räumen, weil Wind dazukommt. Zusätzlich kann Ballast auf den unteren Rahmen gefordert sein. Auch das steht in der Anleitung, nicht im Bauchgefühl.
Sicher auf dem Rollgerüst arbeiten
Erst der Untergrund. Der Turm steht auf vier Lenkrollen mit Bremse, und die Bremsen sind vor dem Aufstieg alle vier zu arretieren. Auf Rasen, Kies oder weichem Sandboden brauchen die Rollen Unterlegplatten, sonst sackt eine Seite ein. Die höhenverstellbaren Rollen gleichen Unebenheiten aus, damit der Turm lotrecht steht. Eine Wasserwaage auf der Plattform lügt nicht.
Verfahren wird das Gerüst nur ohne Personen, Werkzeug und Material auf der Plattform. Ja, es ist verlockend, sich oben festzuhalten und den Kollegen schieben zu lassen, das spart den Abstieg. Genau so entstehen die Unfälle, bei denen der Turm an einer Bordsteinkante kippt. Runter, schieben, Bremsen zu, wieder hoch. Der Durchstieg in der Plattform ist innen, damit du nicht außen am Rahmen hochkletterst. Das Geländer oben bleibt komplett montiert, auch wenn es beim Streichen der Fassade im Weg ist.
Bei Wind über frischer Brise, bei Gewitter und an Stromleitungen ist Schluss. Außen abends abbauen oder mindestens sichern, in Berlin weht es im Herbst gern nachts kräftig, und ein Alu-Turm von fünf Metern ist ein hervorragendes Segel.
Alle Rahmen eingerastet, Diagonalen montiert, Geländer vollständig, Bremsen zu, Ausleger und Ballast wie in der Anleitung, Turm lotrecht. Dauert drei Minuten und ist die beste Versicherung, die es gibt.
Wenn du damit die Fassade angehst, lies vorher Fassade reinigen ohne Schäden, damit du nicht mit dem Hochdruckreiniger den Putz vom Gerüst aus abträgst. Das Rollgerüst selbst findest du mit Preis und freien Terminen auf Rollgerüst mieten Berlin.
