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25. April 2026· Mietluke Team

Fassade reinigen ohne sie zu ruinieren

Hochdruckreiniger an die Hauswand und volle Power? Bitte nicht. Jedes Jahr werden tausende Fassaden durch falsches Reinigen beschädigt — Putz platzt ab, WDVS wird durchlöchert, Fugen brechen auf. So reinigst du deine Fassade richtig, ohne sie zu zerstören.

Du willst deine Fassade reinigen. Grünbelag, Algen, Moos, vielleicht Rußflecken von der Straße. Dein Plan ist Hochdruckreiniger besorgen, volle Power drauf, fertig.

Das ist komplett falsch.

Jedes Jahr sehen wir bei Mietluke Kunden, die ihre Fassade mit dem Hochdruckreiniger bearbeitet haben und danach einen Maler brauchen. Oder schlimmer einen Fassadenbauer. Denn eine beschädigte Fassade ist nicht nur hässlich, sie verliert auch ihre Schutzfunktion. Feuchtigkeit dringt ein, Schimmel entsteht, die Dämmwirkung geht verloren.

Warum Hochdruck an der Fassade gefährlich ist

Ein Hochdruckreiniger arbeitet mit 100 bis 200 bar. Das reicht, um Beton zu reinigen. Aber eine Fassade ist kein Beton. Putzfassaden, Wärmedämmverbundsysteme und gestrichene Oberflächen sind deutlich empfindlicher, als die meisten denken.

Achtung Putz-Schäden. Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) dürfen niemals mit Hochdruck gereinigt werden. Die dünne Putzschicht über der Dämmung hält dem Druck nicht stand. Du drückst buchstäblich Löcher in deine Hausdämmung. Wasser dringt zwischen Mauerwerk und Dämmung ein, und das sind Frostschäden im Winter und Schimmelbildung im Sommer. Die Reparatur kostet schnell mehrere tausend Euro und kommt einem Totalschaden der Fassade gleich.

Tückisch daran ist, dass ein WDVS von außen aussieht wie eine normale Putzfassade. Viele Hausbesitzer wissen gar nicht, dass unter ihrem Putz Styropor oder Mineralwolle sitzt. Wer hier mit der Rotordüse rangeht, hat ein ernstes Problem.

Klinker und Putz, zwei verschiedene Welten

Klinkerfassaden sind deutlich robuster als Putzfassaden. Aber auch hier gibt es klare Grenzen.

Klinker

  • Verträgt moderate Druckstufen bis maximal 120 bar
  • Flachstrahldüse verwenden, niemals Rotordüse
  • Mindestens 30 cm Abstand zu den Fugen halten
  • Fugen sind die Schwachstelle, der Mörtel ist weicher als der Stein

Putzfassaden

  • Maximaler Druck 60 bis 80 bar
  • Besser Niederdruck mit Reinigungsmittel kombinieren
  • Flachstrahldüse mit breitem Winkel nutzen
  • Mindestens 50 cm Abstand einhalten
  • Nie direkt auf Risse oder beschädigte Stellen zielen

Kunstharzputz reagiert besonders empfindlich auf Hochdruck. Teste deshalb immer zuerst an einer unauffälligen Stelle, unten hinter einem Busch, wo es keiner sieht. Wenn der Putz Riefen bekommt oder sich Material löst, ist der Druck zu hoch oder der Abstand zu gering.

Algen und Moos richtig entfernen

In den meisten Fällen willst du Grünbelag loswerden. Algen und Moos siedeln sich besonders an Nordseiten und in schattigen Bereichen an. Sie sehen nicht nur schlecht aus, auf Dauer greifen sie die Oberfläche an.

Der Reflex ist, dass mehr Druck mehr hilft. Stimmt aber nicht. Algen und Moos sitzen oberflächlich. Du brauchst keinen extremen Druck, um sie zu entfernen. Was du brauchst, ist das richtige Vorgehen:

  • Betroffene Stellen mit Wasser einweichen
  • Mit einer Bürste mit Nylon-Borsten vorbehandeln
  • Stein- und Fassadenreiniger aufsprühen und 15 bis 20 Minuten einwirken lassen
  • Mit Niederdruck oder maximal 60 bar von oben nach unten abspülen
  • Bei starkem Befall am Vortag vorbehandeln und am nächsten Tag reinigen

Wer den Grünbelag einfach mit 150 bar wegbläst, entfernt zwar die Algen, aber auch die oberste Putzschicht. Auf der aufgerauten Oberfläche siedeln sich Algen danach sogar schneller an als vorher.

Fassade vor der Reinigung prüfen

Bevor du überhaupt den Hochdruckreiniger anschließt, prüfe deine Fassade. Streiche mit der Hand über den Putz und achte auf Risse oder bröckelnde Stellen. Ein Klopftest hilft, Hohlräume unter dem Putz zu erkennen. Wenn du schadhafte Stellen findest, lass diese zuerst reparieren. Hochdruck auf vorgeschädigtem Putz macht aus kleinen Rissen große Löcher.

Heißwasser statt reinem Hochdruck

Manche Verschmutzungen bekommst du mit kaltem Wasser nicht weg. Ruß, Öl oder jahrelang eingebrannter Schmutz brauchen Wärme. Ein Heißwasser-Hochdruckreiniger arbeitet mit Wassertemperaturen bis 80 Grad. Der Vorteil ist, dass du deutlich weniger Druck brauchst, weil die Hitze die Schmutzpartikel löst. Das ist schonender für die Fassade und gleichzeitig effektiver. Besonders bei Gewerbefassaden oder Fassaden an viel befahrenen Straßen ist Heißwasser die bessere Wahl.

Neubefall nach der Reinigung verhindern

Eine gereinigte Fassade ist nicht automatisch geschützt. Warte 3 bis 5 Tage, bis die Fassade vollständig getrocknet ist. Dann kannst du eine Grundierung und eine wasserabweisende Fassadenfarbe auftragen, die Algen und Moos vorbeugt. Ohne diesen Schutz hast du in ein bis zwei Jahren das gleiche Problem wieder.

Für höher gelegene Wandflächen, an die du vom Boden aus nicht rankommst, lohnt sich ein Rollgerüst mit 5m Arbeitshöhe, damit du sicher und bequem arbeiten kannst.

Passende Geräte findest du bei Mietluke

Du brauchst das Werkzeug nur für ein paar Tage. Kaufen lohnt sich nicht, mieten schon.

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