Du willst deinen Garten endlich einzäunen, aber die Vorstellung, 15 oder mehr Löcher mit dem Spaten zu graben, lässt dich zögern? Verständlich. Die gute Nachricht, mit einem Erdbohrer erledigst du die gesamte Arbeit an einem einzigen Wochenende, und dein Rücken wird es dir danken.
Warum der Erdbohrer den Spaten schlägt
Wer schon einmal versucht hat, in Berliner Sandboden oder lehmiger Erde ein 80 cm tiefes Loch mit dem Spaten zu graben, kennt das Problem. Nach dem dritten Loch brennen die Arme, nach dem fünften ist der Tag gelaufen. Ein motorisierter Erdbohrer bohrt dasselbe Loch in unter einer Minute. Bei 20 Pfosten sparst du locker einen halben Tag Arbeit. Dazu kommt die Präzision, der Erdbohrer erzeugt gleichmäßig runde Löcher mit exaktem Durchmesser, sodass du weniger Beton brauchst und die Pfosten stabiler stehen.
Das brauchst du
- Erdbohrer (150 mm oder 200 mm Durchmesser, je nach Pfostenstärke)
- Betonmischer oder große Mörtelwanne
- Schnellbeton oder Fertigbeton (ca. 25 kg pro Pfosten)
- Zaunpfosten (Metall oder Holz)
- Richtschnur und Holzpflöcke
- Wasserwaage
- Maßband
- Kies für die Drainage
Schritt 1, Planung und Abstecken
Miss die gesamte Zaunlänge aus und teile sie durch den Abstand zwischen den Pfosten. Bei Doppelstabmatten sind das in der Regel 2,51 m, bei Holzzäunen meist 1,80 bis 2,50 m. Schlag an Anfang und Ende je einen Holzpflock ein und spann eine Richtschnur dazwischen. Markiere jeden Pfostenpunkt mit Sprühfarbe oder einem kleinen Erdhügel. Dieser Schritt dauert vielleicht 30 Minuten, spart dir aber später Ärger und Nacharbeit.
Schritt 2, Löcher bohren mit dem Erdbohrer
Setz den Erdbohrer mittig auf die Markierung, halt ihn senkrecht und lass ihn arbeiten. Die Tiefe sollte mindestens 80 cm betragen, das ist die frostsichere Gründungstiefe in Deutschland. Bei Zäunen ab 1,80 m Höhe oder Sichtschutz-Elementen sind 100 cm besser. Der Durchmesser des Bohrlochs sollte etwa doppelt so groß sein wie der Pfosten, also mindestens 30 bis 40 cm. Pro Loch brauchst du mit einem motorisierten Erdbohrer nur 30 bis 60 Sekunden. Für 20 Löcher bist du in einer halben Stunde fertig. Mit dem Spaten wärst du nach dieser Zeit vielleicht beim dritten Loch. Bei hartem Boden oder vielen Löchern lohnt sich der Zweimann-Erdbohrer, damit arbeitet es sich entspannter und schneller.
Schritt 3, Drainage und Pfosten ausrichten
Füll in jedes Bohrloch eine etwa 10 cm dicke Schicht Kies als Drainage. Das verhindert, dass sich Wasser unter dem Fundament staut und bei Frost den Beton sprengt. Stell den Pfosten mittig ins Loch und richt ihn mit der Wasserwaage in beide Richtungen lotrecht aus. Fixier ihn provisorisch mit zwei schräg angebrachten Latten oder lass eine zweite Person den Pfosten halten.
Schritt 4, Einbetonieren
Hier kommt der Betonmischer ins Spiel. Misch den Beton nach Herstellerangabe an, die Konsistenz sollte erdfreundlich sein, also nicht zu flüssig und nicht zu trocken. Füll den Beton gleichmäßig um den Pfosten herum ins Loch und verdichte ihn mit einem Holzstab, damit keine Luftblasen entstehen. Form die Betonoberfläche leicht kegelförmig nach außen, damit Regenwasser ablaufen kann. Prüf ein letztes Mal mit der Wasserwaage, ob der Pfosten exakt senkrecht steht, sobald der Beton fest ist, gibt es kein Zurück mehr.
Schritt 5, Zaunelemente montieren
Lass den Beton mindestens 24 Stunden aushärten, bevor du die Zaunelemente befestigst. Bei Schnellbeton reichen oft 2 bis 3 Stunden. Montier die Felder oder Latten mit mindestens 5 cm Bodenabstand, das schützt das Material vor Staunässe und erleichtert das Mähen. Arbeite dich von einem Ende zum anderen vor und kontrollier regelmäßig mit der Wasserwaage.
Dein Wochenend-Zeitplan
Samstag Vormittag, planen, abstecken, alle Löcher bohren. Samstag Nachmittag, Pfosten setzen und einbetonieren. Sonntag, Zaunelemente montieren und aufräumen. Das schaffst du auch als Anfänger. Mit dem richtigen Werkzeug ist Zaunbau kein Hexenwerk, sondern ein ehrliches Wochenendprojekt, auf das du danach stolz sein kannst.
Passende Geräte findest du bei Mietluke
Du brauchst das Werkzeug nur für ein paar Tage. Kaufen lohnt sich nicht, mieten schon.
- Benzin-Erdbohrer (Einmann) für kleinere Zaunprojekte bis 15 Pfosten
- Benzin-Erdbohrer Profi (Zweimann) wenn du harten Boden oder viele Löcher hast
- Hand-Erdbohrer 150mm für einzelne Pfostenlöcher ohne Motor
- Bohrschnecke 200mm Benzin passend zum motorisierten Erdbohrer
- Profi Betonmischer 140L für sauberen Beton rund um jeden Pfosten
- Laser-Entfernungsmesser 30m für exakte Pfostenabstände über lange Zaunstrecken
