Kaum scheint die Sonne, sitzt der Nachbar auf seiner Terrasse und du fühlst dich beobachtet. Ein guter Sichtschutz löst dieses Problem dauerhaft. Das Beste daran ist, dass du keinen Fachbetrieb beauftragen musst. Mit den richtigen Materialien und Werkzeugen baust du deinen Sichtschutz an einem Wochenende selbst. Hier sind fünf Methoden, die sich in der Praxis bewährt haben.
1. Holzzaun mit Rhombusleisten
Der Klassiker unter den Sichtschutzlösungen. Rhombusleisten aus Lärche oder Douglasie sehen modern aus, sind langlebig und lassen sich auch von Anfängern verarbeiten. Du brauchst Zaunpfosten aus Metall oder kesseldruck-imprägniertem Holz, Querriegel und die Rhombusleisten selbst. Die Pfosten setzt du mit einem Erdbohrer in 80 bis 100 cm tiefe Löcher und betonierst sie ein. Zwischen die Pfosten schraubst du zwei oder drei waagerechte Querriegel, auf die du dann die Leisten mit gleichmäßigem Abstand montierst. Ein 10 Meter langer Sichtschutz in 1,80 m Höhe kostet dich an Material rund 400 bis 600 Euro, deutlich weniger als beim Fachbetrieb.
2. Fertige Sichtschutzelemente aus Holz
Wer es sich noch einfacher machen will, greift zu fertigen Sichtschutzfeldern aus dem Baumarkt. Diese Elemente sind bereits zusammengebaut und werden nur noch zwischen die Pfosten gehängt oder geschraubt. Die gängigen Maße sind 1,80 x 1,80 m. Der Arbeitsaufwand beschränkt sich auf das Setzen der Pfosten, und genau hier macht der Erdbohrer den Unterschied. In Berliner Sandboden bohrst du ein Pfostenloch in unter einer Minute, statt dich mit dem Spaten abzumühen. Nach dem Einbetonieren der Pfosten und einer Nacht Trockenzeit hängst du die Elemente ein und bist fertig.
3. WPC-Sichtschutz, die pflegeleichte Alternative
Wood-Plastic-Composite, kurz WPC, ist ein Verbundmaterial aus Holzfasern und Kunststoff. Der Vorteil ist, dass WPC nicht gestrichen werden muss, nicht splittert und Feuchtigkeit standhält. Die Lamellen werden in ein Stecksystem aus Aluminiumpfosten eingeschoben. Du brauchst lediglich die Pfosten stabil zu setzen, also wieder Erdbohrer, Kiesschicht, Beton. WPC ist teurer als Holz, spart dir aber langfristig die jährliche Pflege. Rechne mit 80 bis 120 Euro pro Laufmeter inklusive Pfosten.
4. Gabionen, Steinzäune mit Charakter
Gabionen sind Drahtkörbe, die mit Naturstein, Basalt oder Granit gefüllt werden. Sie wirken massiv, dämmen Schall und halten praktisch ewig. Für eine Gabionenwand brauchst du ein Streifenfundament oder Punktfundamente. Das Ausheben erledigst du am schnellsten mit einem Minibagger oder per Hand mit Schaufel und Erdbohrer für die Verankerungspunkte. Mische den Beton für das Fundament mit einem Betonmischer gleichmäßig an und gieße ihn in die vorbereitete Schalung. Nach dem Aushärten stellst du die Gabionenkörbe auf, verankerst sie und füllst die Steine ein. Das Ergebnis ist ein blickdichter, sturmfester und pflegeleichter Sichtschutz mit massiver Optik.
5. Lebender Sichtschutz, Hecke mit System
Wer es natürlicher mag, pflanzt eine Hecke. Thuja, Kirschlorbeer oder Liguster wachsen dicht und erreichen Sichtschutzhöhe innerhalb von zwei bis drei Jahren. Der Aufwand liegt im Pflanzen. Hebe einen durchgehenden Graben von 40 bis 50 cm Tiefe und Breite aus oder setze einzelne Pflanzlöcher mit dem Erdbohrer. Pro Laufmeter brauchst du je nach Art drei bis fünf Pflanzen. Eine Hecke bietet Lebensraum für Vögel und Insekten und verbessert das Mikroklima. Dafür musst du regelmäßig schneiden. Eine Heckenschere oder bei großen Hecken eine Kettensäge für den groben Rückschnitt gehören dann zur Grundausstattung.
Welche Methode passt zu dir?
Für schnelle Ergebnisse eignen sich fertige Holzelemente oder WPC am besten, ein Wochenende reicht. Rhombusleisten bieten mehr Gestaltungsfreiheit, brauchen aber etwas mehr Geschick. Gabionen sind die massivste Lösung und ideal, wenn du gleichzeitig Lärm dämpfen willst. Die Hecke ist die günstigste Variante, erfordert aber Geduld und regelmäßige Pflege. Alle Methoden haben eines gemeinsam, der aufwendigste Teil ist das Setzen der Pfosten oder Fundamente. Und genau hier sparst du mit dem richtigen Werkzeug Stunden an Arbeit.
Passende Geräte findest du bei Mietluke
Du brauchst das Werkzeug nur für ein Wochenende. Kaufen lohnt sich nicht, mieten schon.
- Benzin-Erdbohrer (Einmann) für Pfostenlöcher in Standardtiefe
- Benzin-Erdbohrer Profi (Zweimann) für schwere Böden und tiefere Löcher
- Profi Betonmischer 140L für das Einbetonieren der Pfosten
- Minibagger 1,7t für Fundamentgräben und Gabionensockel
- Heckenschere Benzin für den Rückschnitt größerer Hecken
- Akku-Kettensäge für dickere Stämme und Altholz
- Profi Rüttelplatte reversierbar falls du die Pfostenumgebung verdichten willst
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