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19. April 2026· Mietluke Team

Pool im Garten bauen — was die Erdarbeiten wirklich kosten

Die Poolschale ist nicht das Problem. Die Erdarbeiten sind es. Aushub berechnen, Erde entsorgen, Grube verdichten — hier stehen die echten Zahlen, was der Boden unter deinem Pool kostet und wo du mit Eigenleistung tausende Euro sparst.

Das Loch ist teurer als der Pool

Wer einen Pool plant, schaut auf Poolschalen, Filteranlagen und Gegenstromtechnik. Das sind die Dinge, die Spaß machen. Die Erdarbeiten machen keinen Spaß, fressen aber den größten Teil des Budgets.

Bei einem typischen Gartenpool gehen 30 bis 50 Prozent der Gesamtkosten in den Boden. Nicht in den Pool selbst, nicht in die Technik, sondern in das Loch, den Abtransport der Erde und die Vorbereitung des Untergrunds.

Wie viel Erde muss raus

Nehmen wir einen gängigen Pool mit 8 Meter Länge, 4 Meter Breite und 1,50 Meter Tiefe. Das ergibt rechnerisch 48 Kubikmeter. Nur gräbst du nicht exakt auf Poolmaß. Auf jeder Seite brauchst du 30 bis 50 Zentimeter Arbeitsraum für Dämmung, Verrohrung und Hinterfüllung. Unter dem Pool kommt eine Kiesschicht plus Bodenplatte, nochmal 25 bis 30 Zentimeter tiefer.

Realistisch landest du bei 60 bis 75 Kubikmetern Erdaushub, was rund 100 Tonnen Boden entspricht. Dazu kommt der Auflockerungsfaktor. Sobald der Bagger die Erde löst, nimmt sie 10 bis 25 Prozent mehr Platz ein. Aus 65 Kubikmetern im Boden werden 75 bis 85 Kubikmeter auf dem Haufen, also 9 bis 11 Containerladungen bei 7-Kubikmeter-Containern.

Was die Erdarbeiten kosten, Position für Position

Aushub

Firmen berechnen 8 bis 30 Euro pro Kubikmeter, je nach Bodenklasse. Lockerer Sand liegt am unteren Ende, schwerer Lehm oder Stein am oberen. Für 65 Kubikmeter zahlst du 520 bis 1.950 Euro.

Entsorgung

Das ist der teuerste Einzelposten. Unbelasteter Erdaushub kostet in Berlin und Brandenburg 18 bis 55 Euro pro Kubikmeter inklusive Transport und Deponie. Ein 7-Kubikmeter-Container liegt bei 250 bis 500 Euro. Bei verunreinigtem Boden mit Wurzeln oder Bauschutt steigt der Preis auf 40 bis 60 Euro pro Kubikmeter. Gesamtkosten für die Entsorgung liegen bei 2.500 bis 5.500 Euro.

Kies, Verdichtung und Bodenplatte

Gewaschener Kies in der Körnung 16/32 für die Tragschicht kostet zwischen 30 und 45 Euro pro Kubikmeter geliefert, du brauchst 5 bis 8 Kubikmeter. Die Verdichtung mit Rüttelplatte dazu schlägt mit 250 bis 500 Euro zu Buche. Die Betonplatte als Poolunterbau kostet 1.500 bis 3.000 Euro vom Fachbetrieb, bei Eigenleistung 800 bis 1.200 Euro Material.

Kostenvergleich Firma vs. Eigenleistung

  • Erdarbeiten komplett vom Fachbetrieb, 8.000 bis 18.000 Euro (bei sandigem Boden am unteren Ende, bei Lehm oder Fels am oberen)
  • Eigenleistung mit gemieteten Maschinen, 2.000 bis 4.500 Euro (Minibagger, Rüttelplatte, Pumpe, Container, Kies, Beton)

Die Ersparnis liegt bei 5.000 bis 12.000 Euro. Dafür arbeitest du 4 bis 6 Tage selbst. Handwerklich sind die Erdarbeiten kein Hexenwerk, sie verzeihen aber keine Schlamperei bei Gefälle und Verdichtung.

Minibagger statt Schaufel

65 Kubikmeter von Hand ausheben bedeutet 3 bis 4 Wochen Vollzeitarbeit. Ein Minibagger in der 1,5- bis 2,5-Tonnen-Klasse schafft das in 2 bis 3 Tagen. Die Maschine passt durch Gartentore ab einem Meter Breite, miss vorher die Zufahrt. Das ist der häufigste Grund für Probleme am ersten Tag.

Die Tagesmiete für einen 1,7-Tonner liegt bei 180 bis 250 Euro. Für den kompletten Pool-Aushub brauchst du 2 bis 3 Tage, also Hauptaushub, Feinprofil und Kies einbringen. Das sind 400 bis 750 Euro Maschinenkosten.

Erde loswerden

Auf dem eigenen Grundstück lassen sich höchstens 10 bis 15 Kubikmeter sinnvoll verteilen, etwa als Hochbeet oder Böschung. Der Rest muss weg. Frag bei Erdbauunternehmen nach. Manche nehmen sauberen Aushub kostenlos, weil sie Material für Verfüllungen brauchen. Voraussetzung ist die Einstufung als unbelastet (Z0). Eine Bodenanalyse kostet 50 bis 100 Euro und kann bei den Mengen über 1.000 Euro sparen.

Grundwasser in Berlin

In Köpenick, Spandau, Reinickendorf und entlang der Spree steht das Grundwasser hoch. Nach 1 bis 1,5 Metern Tiefe drückt Wasser in die Grube, aber ein Pool braucht mindestens 1,80 Meter Grubentiefe.

Ohne Schmutzwasserpumpe geht dann nichts. Die Pumpe läuft die gesamte Bauphase durch, oft 1 bis 2 Wochen. Erst wenn der Pool eingesetzt und mit Wasser beschwert ist, kann sie aus. Vorher drückt das Grundwasser die leere Schale nach oben, das passiert regelmäßig.

Verdichtung nicht auslassen

Ohne verdichteten Untergrund sackt die Bodenplatte ab. Dann bekommst du Risse in der Poolschale, undichte Stellen und schiefe Ränder. So gehst du vor, Grubengrund einebnen, 15 bis 20 Zentimeter Kies einbringen, mit Rüttelplatte in mindestens 3 Durchgängen verdichten. Die Platte sollte mindestens 80 kg Betriebsgewicht haben.

Genehmigungen in Berlin

Pools bis 100 Kubikmeter Wasserinhalt sind in Berlin verfahrensfrei. Ein 8x4-Meter-Becken fasst 48 Kubikmeter, weit unter der Grenze. Trotzdem aufpassen:

  • In Trinkwasserschutzgebieten (Zone I und II) sind eingelassene Becken verboten
  • Grundwasser abpumpen kann eine wasserrechtliche Erlaubnis erfordern
  • In Kleingärten dürfen Becken nicht ins Erdreich eingelassen sein (maximal 3,60 m Durchmesser, 90 cm Höhe)
  • Grenzabstände beim Bezirksamt erfragen, es gibt keine einheitliche Regelung

Ein Anruf beim Bezirksamt vor dem ersten Spatenstich kostet nichts und verhindert böse Überraschungen.

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