Die Einfahrt sah mal gut aus. Jetzt wächst Unkraut aus jeder Fuge, die Steine sind grün vom Moos und einzelne Pflaster wackeln beim Drüberlaufen. Dafür brauchst du keinen Landschaftsgärtner, das ist ein Wochenend-Projekt.
Pflastersteine reinigen und neu verfugen ist keine Raketenwissenschaft, aber die Reihenfolge muss stimmen. Wer zuerst verfugt und dann reinigt, kann von vorn anfangen. Und wer den Hochdruckreiniger falsch einsetzt, spült mehr raus als rein. Hier ist der Ablauf, der funktioniert.
Was du brauchst
- Hochdruckreiniger mit Flächenreiniger-Aufsatz
- Fugenkratzer oder Drahtbürste
- Besen und Handfeger
- Fugensand oder Pflasterfugmörtel
- Gummischieber oder breiter Besen
- Gartenschlauch
Die meisten Werkzeuge hast du zu Hause. Den Hochdruckreiniger brauchst du nur für ein bis zwei Tage, kaufen lohnt sich dafür nicht.
Schritt 1, Fugen auskratzen
Bevor der Hochdruckreiniger zum Einsatz kommt, müssen die alten Fugen raus. Nimm einen Fugenkratzer und arbeite systematisch Reihe für Reihe ab. Ziel ist es, die Fugen mindestens drei bis vier Zentimeter tief freizulegen. Altes Fugenmaterial, Moos, Wurzeln und Erde müssen komplett raus.
Ja, das dauert. Bei einer Einfahrt von 30 Quadratmetern rechne mit zwei bis drei Stunden. Aber dieser Schritt entscheidet darüber, ob die neue Verfugung hält oder nach dem nächsten Regen wieder rausgewaschen wird.
Viele überspringen das Auskratzen und verfugen einfach über die alten Reste drauf. Das hält nicht. Der neue Sand verbindet sich nicht mit dem alten Material, und nach wenigen Wochen sind die Fugen wieder leer.
Schritt 2, lose Steine richten
Beim Auskratzen fallen dir wackelnde Steine auf. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, die rauszunehmen. Hebe den Stein raus, füll das Bett mit etwas Sand auf, klopfe den Stein mit einem Gummihammer zurück und prüf, ob er bündig mit den Nachbarsteinen liegt. Abgesackte Steine sind nicht nur hässlich, sie sammeln Wasser, und stehendes Wasser beschleunigt Moos und Algen.
Schritt 3, Hochdruckreiniger einsetzen
Jetzt wird es laut. Der Hochdruckreiniger säubert die Steinoberflächen und spült gleichzeitig die letzten Reste aus den Fugen. Wichtig ist der richtige Aufsatz. Ein Flächenreiniger ist ideal, also diese runde Haube, die über den Boden gleitet. Sie verteilt den Druck gleichmäßig und verhindert, dass du Rillen in die Steine fräst.
Ohne Flächenreiniger arbeite mit der Flachstrahldüse. Halte mindestens 20 Zentimeter Abstand und führ den Strahl gleichmäßig über die Fläche. Nie zu lange auf einer Stelle bleiben.
Für Pflastersteine ist sie zu aggressiv. Sie erzeugt einen rotierenden Punktstrahl, der Betonsteine aufrauen und Naturstein beschädigen kann. Besonders bei älteren Steinen mit poröser Oberfläche richtet sie mehr Schaden als Nutzen an.
Arbeite immer in eine Richtung, damit das Schmutzwasser abfließen kann. Nach dem Reinigen die gesamte Fläche mit klarem Wasser abspülen.
Schritt 4, trocknen lassen
Dieser Schritt wird am häufigsten ignoriert. Nach dem Hochdruckreiniger sind die Steine durchnässt. Wenn du jetzt Fugensand einfüllst, klumpt er sofort und lässt sich nicht in die Fugen einarbeiten. Die Fläche muss komplett trocken sein.
Bei Sonne und Wind reicht ein halber Tag. Bei bewölktem Wetter lieber über Nacht warten. Plan das in dein Wochenende ein, also Samstag reinigen, Sonntag verfugen.
Schritt 5, Fugen neu füllen
Jetzt kommt das Fugenmaterial. Du hast zwei Optionen.
Fugensand ist die einfache Variante. Quarzsand mit einer Körnung von null bis zwei Millimetern. Den Sand auf die trockene Fläche schütten und mit einem breiten Besen diagonal zu den Fugen einkehren. Mehrmals wiederholen, bis die Fugen voll sind. Dann vorsichtig mit dem Gartenschlauch einschlämmen. Nach dem Trocknen nochmal Sand nachfüllen, weil er sich setzt.
Pflasterfugmörtel ist die dauerhafte Variante. Er härtet aus und verhindert Unkraut zuverlässig. Mörtel mit einem Gummischieber in die Fugen drücken, Überschuss sofort von den Steinoberflächen abwischen. Hier musst du zügig arbeiten, weil der Mörtel anzieht.
Die Steine müssen vorher angefeuchtet werden, damit der Mörtel nicht zu schnell Wasser verliert. Außerdem sind Temperaturen unter fünf Grad tabu, der Mörtel härtet dann nicht richtig aus.
Schritt 6, Nachkontrolle
Nach zwei bis drei Tagen die Fugen prüfen. Sand setzt sich immer nach. Füll nach, wo Lücken entstanden sind. Bei Mörtel kontrollier, ob Risse aufgetreten sind, besonders an Stellen mit viel Belastung wie der Einfahrt.
Wie oft sollte man das machen?
Alle zwei bis drei Jahre reicht in der Regel. Wer regelmäßig kehrt und Unkraut früh entfernt, streckt das Intervall auf vier bis fünf Jahre. Der größte Feind der Fugen ist stehendes Wasser. Wenn die Fläche ein leichtes Gefälle hat und das Wasser abfließen kann, halten die Fugen deutlich länger.
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Für ein bis zwei Tage im Jahr lohnt sich kein eigenes Gerät. In Berlin mietest du das Zeug tageweise und hast danach keinen Platzverbrauch im Keller.
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