Das Problem kennt jeder Gartenbesitzer
Du hast die Hecke geschnitten, drei Sträucher zurückgestutzt und ein paar Äste abgesägt. Jetzt stehst du da, ein Berg aus Grünschnitt, der locker die halbe Einfahrt blockiert. Und was jetzt? Ab zum Wertstoffhof. Klingt einfach, ist es aber nicht.
In Berlin darfst du zwar kleinere Mengen kostenlos an den BSR-Recyclinghöfen abgeben, aber "kleinere Mengen" ist relativ. Wer einen echten Garten hat, braucht mehrere Fahrten. Pro Fahrt Auto beladen, hinfahren, Schlange stehen, abladen, zurückfahren. Ein halber Tag ist schnell weg. Und wenn du einen Container bestellen willst, bist du ab 125 Euro dabei, nur für den Transport.
Häckseln statt wegfahren
Ein Gartenhäcksler macht aus einem riesigen Berg Grünschnitt einen kleinen Haufen Häckselgut. Aus drei Kubikmetern Astwerk werden vielleicht 30 Liter Material. Das passt in eine Biotonne oder besser noch, direkt auf die Beete.
Der entscheidende Vorteil, du sparst dir die ganze Fahrerei. Kein Auto vollpacken, kein Wertstoffhof, kein halber Samstag weg. Du stellst den Häcksler in den Garten, schiebst das Material rein und bist in ein bis zwei Stunden fertig.
Walzenhäcksler oder Messerhäcksler?
Es gibt zwei gängige Typen, und welcher passt, hängt vom Material ab.
Messerhäcksler arbeiten mit rotierenden Klingen. Sie sind ideal für weiches Grünzeug wie Heckenschnitt, Laub und dünne Zweige. Das Ergebnis sind feine Schnitzel, die sich perfekt als Mulch eignen. Sie sind dafür ziemlich laut.
Walzenhäcksler ziehen das Material langsam durch eine Presswalze und zerquetschen es. Sie schaffen auch dickere Äste bis vier Zentimeter und arbeiten deutlich leiser. Das Häckselgut ist eher faserig und eignet sich besonders gut für den Kompost. Ein Leisehäcksler ist hier eine gute Wahl, wenn du Rücksicht auf die Nachbarschaft nehmen willst.
Für den typischen Garteneinsatz mit Hecke, Sträuchern und ein paar Obstbäumen reicht meistens ein guter Walzenhäcksler. Wer viel weiches Grünzeug hat, greift zum Messerhäcksler.
Das gehäckselte Material ist viel zu schade zum Wegwerfen. Eine 5 bis 10 Zentimeter dicke Schicht auf den Beeten unterdrückt Unkraut, hält die Feuchtigkeit im Boden und schützt vor Frost. Im Grunde gibst du dem Garten die Nährstoffe zurück, die die Pflanzen ihm vorher entzogen haben. Kostenloser Dünger und Bodenschutz in einem.
Kaufen lohnt sich meistens nicht
Ein brauchbarer Gartenhäcksler kostet zwischen 200 und 600 Euro. Dazu kommt, das Ding steht elf Monate im Jahr in der Garage und nimmt Platz weg. Die Messer oder Walzen müssen gewartet werden. Und wenn er nach drei Jahren kaputtgeht, kaufst du den nächsten.
Mieten ist da schlauer. Du holst dir den Häcksler für einen oder zwei Tage, erledigst die Arbeit und gibst ihn wieder ab. Keine Lagerung, keine Wartung, kein Ärger.
Wann häckseln am meisten Sinn ergibt
Die klassischen Zeiten sind Frühjahr und Herbst, wenn im Garten am meisten anfällt. Nach dem Heckenschnitt im Juni oder Juli lohnt es sich ebenfalls. Sobald du mehr als zwei volle Schubkarren Grünschnitt hast, ist ein Häcksler die effizientere Lösung als jede Fahrt zum Recyclinghof.
Passende Geräte findest du bei Mietluke
Du brauchst das Werkzeug nur für ein paar Tage. Kaufen lohnt sich nicht, mieten schon.
- Gartenhäcksler (Benzin) für dicke Äste und grössere Mengen
- Gartenhäcksler elektrisch für normale Gartenarbeit in Hausnähe
- Leisehäcksler (Elektro) wenn die Nachbarn nah dran sind
- Profi-Holzhäcksler (Anhängergerät) für richtig grosse Äste und viel Material
- Benzin-Saughäcksler mit Fangsack wenn du gleichzeitig Laub aufnehmen willst
- Heckenschere (Akku) für den Zuschnitt vor dem Häckseln
Liefern lassen oder abholen in Berlin-Lichtenrade, häckseln, zurückgeben. Keine Fahrt zum Recyclinghof nötig.
