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Ratgeber18. Juni 2026· Mietluke Team

Eigenen Brunnen im Garten bohren und bei der Bewässerung sparen

Ein eigener Brunnen macht dich beim Gießen unabhängig vom teuren Leitungswasser. Auf Berliner Sandboden ist die Bohrung gut selbst machbar. Wir zeigen dir, wie es geht und worauf du achten musst.

Jeder Sommer wird trockener und jeder Kubikmeter Leitungswasser teurer. Wer einen größeren Garten gießt, sieht das spätestens auf der Jahresabrechnung. In einem heißen Sommer schluckt ein durchschnittlicher Rasen schnell über hundert Kubikmeter Wasser, und bei Berliner Preisen läppert sich das auf mehrere hundert Euro pro Jahr zusammen. Genau hier wird ein eigener Brunnen interessant.

Das Schöne ist, dass Berlin und Brandenburg für eigene Brunnen fast ideale Bedingungen bieten. Der Boden ist überwiegend sandig und das Grundwasser steht vielerorts nur wenige Meter unter der Oberfläche. Das macht die Bohrung in Eigenleistung gut machbar, ohne dass gleich ein teurer Bohrtrupp anrücken muss. In diesem Beitrag zeigen wir dir, wann sich ein Brunnen lohnt, was du rechtlich beachten musst und wie du die Bohrung selbst hinbekommst.

Warum sich ein eigener Brunnen gerade jetzt lohnt

Der Hauptgrund ist bares Geld. Brunnenwasser kostet dich nach der einmaligen Investition nur noch den Strom für die Pumpe. Wer im Sommer regelmäßig Rasen, Beete und Hecke wässert, hat die Kosten für die Bohrung oft schon nach wenigen Jahren wieder drin. Dazu kommt die Unabhängigkeit. Wenn die Stadt in einem heißen Sommer das Gießen mit Leitungswasser einschränkt, hast du mit deinem Brunnen weiterhin Wasser für den Garten.

Auch die Pflanzen mögen es. Grundwasser ist weicher und kälter als Leitungswasser und enthält kein Chlor. Für die meisten Gartenpflanzen ist das angenehmer. Wichtig ist nur, dass du das Wasser ausschließlich zur Bewässerung nutzt. Als Trinkwasser darfst du es erst verwenden, wenn das Gesundheitsamt eine Probe untersucht und freigegeben hat.

Erst klären, dann bohren

Bevor der erste Bohrer in den Boden geht, ist ein Anruf bei der Behörde fällig. In Berlin musst du einen neuen Brunnen bei der zuständigen unteren Wasserbehörde anzeigen. Für die reine Gartenbewässerung mit kleinen Mengen ist das in der Regel unkompliziert und kostet nur eine geringe Gebühr. Wichtig ist, dass du es vorher machst und nicht erst, wenn das Loch schon gebohrt ist.

Außerdem solltest du wissen, wie tief das Grundwasser bei dir steht. Frag Nachbarn, die schon einen Brunnen haben, oder schau in den Grundwasserkarten deines Bezirks nach. Steht das Wasser nur zwei bis sechs Meter tief, ist die Sache einfach. Liegt es deutlich tiefer, wird die Bohrung aufwändiger und du brauchst stärkeres Gerät.

Welcher Brunnen passt zu dir

Rammbrunnen

Der Rammbrunnen ist die einfachste Variante. Hier treibst du ein Rammrohr mit einer Spitze in den Boden, bis du die wasserführende Sandschicht erreichst. Das funktioniert gut, solange das Grundwasser nicht tiefer als rund sieben Meter liegt und der Boden locker und sandig ist. Genau das ist in weiten Teilen Berlins der Fall. Ein Rammbrunnen ist günstig, schnell gebaut und reicht für einen normalen Hausgarten völlig aus.

Bohrbrunnen

Der Bohrbrunnen ist die stabilere und tiefere Lösung. Hier bohrst du ein größeres Loch und setzt ein Filterrohr ein, das von einer Kiesschüttung umgeben wird. Diese Variante liefert mehr Wasser, hält länger und kommt auch mit tieferem Grundwasser zurecht. Der Aufwand ist höher, aber mit einem passenden Brunnenbohr-Set ist auch das in Eigenleistung machbar.

So bohrst du den Brunnen Schritt für Schritt

1. Startloch setzen

Den Anfang macht ein sauberes Startloch. Mit einem Erdbohrer bringst du in wenigen Minuten ein gerades Loch in den Boden, das dir die Richtung für die weitere Bohrung vorgibt. Achte darauf, dass das Loch wirklich senkrecht steht, denn jede Schräglage rächt sich später beim Einsetzen der Rohre.

2. In die Tiefe bohren

Jetzt geht es nach unten. Mit einem Brunnenbohr-Set arbeitest du dich Stück für Stück tiefer und verlängerst das Gestänge, je weiter du kommst. Den ausgehobenen Sand holst du regelmäßig nach oben. Bei festerem oder tieferem Boden nimmst du dir besser den stärkeren Erdbohrer für zwei Mann dazu, der auch in zäheren Schichten nicht schlappmacht.

3. Filterrohr setzen und freispülen

Hast du die wasserführende Schicht erreicht, merkst du das am nassen, fließenden Sand. Jetzt setzt du das Filterrohr ein und spülst den Brunnen frei, damit das Wasser klar läuft und der Filter nicht sofort verstopft. Zum Klarpumpen eignet sich eine Schmutzwasser-Tauchpumpe, die auch den feinen Sand am Anfang gut mit nach oben befördert.

4. Pumpe anschließen

Zum Schluss kommt die Technik für den täglichen Betrieb. Für einen Brunnen bis etwa sieben Meter Tiefe reicht eine Garten- und Saugpumpe, die das Wasser ansaugt und in deinen Schlauch oder die Bewässerung drückt. Ist alles dicht und läuft das Wasser klar, ist dein Brunnen einsatzbereit.

Bohr am besten im Spätsommer oder Herbst. Dann steht das Grundwasser am niedrigsten. Wenn dein Brunnen auch in dieser Zeit zuverlässig Wasser liefert, hast du das ganze Jahr über genug. Bohrst du im feuchten Frühjahr, kann dir der Brunnen im trockenen Hochsommer plötzlich zu wenig liefern.

Was es kostet

Lässt du einen Brunnen vom Fachbetrieb bohren, bist du schnell bei mehreren tausend Euro. In Eigenleistung sieht die Rechnung ganz anders aus. Das Material aus Rohren, Filter und Kies bleibt überschaubar, dazu kommt die Pumpe und die geliehene Bohrtechnik für ein paar Tage. Unterm Strich landest du oft bei einem Bruchteil der Profikosten, und die einmalige Investition hast du durch die gesparten Wassergebühren meist nach wenigen Sommern wieder drin.

Mit den richtigen Maschinen sparst du dir den teuren Bohrtrupp

Von Hand mit dem Spaten kommst du bei einem Brunnen nicht weit. Was du brauchst, ist ein Bohrer, der sauber und senkrecht in die Tiefe geht, und eine Pumpe, die den Brunnen am Ende freispült und das Wasser fördert. Genau diese Geräte musst du aber nicht kaufen, denn du brauchst sie nur für die paar Tage der Bohrung. Zur Tagesmiete kosten sie wenig und du gibst sie danach einfach wieder zurück.

Passende Geräte findest du bei Mietluke

Für deinen eigenen Gartenbrunnen brauchst du das Werkzeug nur kurz. Kaufen lohnt sich nicht, mieten schon.

Alles gibt es bei mietluke.de zur Tagesmiete, mit Lieferung in Berlin und Umgebung.

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