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14. April 2026· Mietluke Team

Brennholz selber machen — von der Kettensäge bis zum Holzspalter

Wer sein Brennholz selbst macht, spart bares Geld und weiß genau, was im Ofen landet. Vom Fällen über das Sägen und Spalten bis zur richtigen Lagerung — hier steht alles drin, was du wissen musst.

Warum Brennholz selber machen?

Ein Raummeter Brennholz kostet je nach Region zwischen 80 und 130 Euro. Wer selber sägt und spaltet, zahlt einen Bruchteil davon. Dazu kommt: Du weißt genau, welches Holz in deinem Ofen landet, wie lange es getrocknet hat und dass kein fauler Stamm dazwischen liegt.

Holzmachen ist ehrliche Arbeit. Nach einem Tag am Holzplatz schläfst du wie ein Stein. Und der Kaminofen wärmt doppelt, wenn du jeden Scheit selbst reingeholt hast.

Holz besorgen — woher kommt der Nachschub?

Bevor die Säge angeworfen wird, brauchst du Holz. Die gängigsten Wege:

  • Forstamt oder Waldbesitzer: Viele Forstämter verkaufen sogenanntes Polterholz am Waldweg. Pro Festmeter zahlst du zwischen 35 und 55 Euro, je nach Holzart. Buche liegt oben, Fichte unten.
  • Selbstwerber-Schein: In vielen Bundesländern kannst du einen Motorsägenschein machen und bekommst dann die Erlaubnis, im Staatswald Holz aufzuarbeiten. Günstiger geht es kaum.
  • Baumfällungen im Bekanntenkreis: Wer einen alten Obstbaum oder eine Birke loswerden will, ist oft froh, wenn jemand das Holz mitnimmt.

Wichtig: Ohne Genehmigung im Wald Holz schlagen ist Diebstahl. Auch liegendes Totholz darfst du nicht einfach mitnehmen.

Welches Holz brennt am besten?

Nicht jedes Holz ist gleich. Die Unterschiede sind gewaltig.

Harthölzer — die Könige im Ofen

  • Buche: Der Klassiker. Brennt lang, gleichmäßig und mit schöner Glut. Rund 2.100 kWh pro Raummeter.
  • Eiche: Noch dichter als Buche, braucht aber mindestens zwei Jahre zum Trocknen. Dafür hält die Glut ewig.
  • Esche: Ähnlicher Brennwert wie Buche, lässt sich aber leichter spalten.

Weichhölzer — gut zum Anfeuern

  • Fichte und Kiefer: Brennen schnell und heiß, aber auch schnell runter. Perfekt als Anzündholz.
  • Birke: Liegt zwischen Hart- und Weichholz. Brennt schön, riecht angenehm. Die ätherischen Öle in der Rinde sorgen für ein sauberes Flammbild.
Tipp vom Holzplatz: Misch dein Holz. Weichholz zum Anfeuern, Hartholz für die Grundglut. So sparst du teures Buchenholz und hast trotzdem ein gutes Feuer.

Schritt 1: Ablängen mit der Kettensäge

Ohne Kettensäge geht beim Holzmachen nichts. Du brauchst sie zum Ablängen der Stämme, zum Entasten und für alles, was draußen am Polter passiert.

Eine Säge mit 40 bis 50 cm Schwertlänge reicht für die meisten Stämme bis 35 cm Durchmesser. Für dickere Stämme brauchst du entsprechend mehr Schwert.

Die Scheite sollten zwischen 25 und 33 cm lang werden — je nachdem, was dein Ofen schluckt. Miss vorher nach, das spart Frust beim Einlegen.

Entscheidend ist eine scharfe Kette. Eine stumpfe Kette drückt statt zu schneiden, das kostet Kraft und wird gefährlich. Nachschärfen gehört zum Handwerk. Wer das nicht kann, nimmt eine zweite Kette mit und lässt die stumpfe im Fachhandel schärfen.

Sicherheit geht vor: Kettensäge nie ohne Schnittschutzhose, Helm mit Visier und Gehörschutz benutzen. Handschuhe mit Schnittschutz gehören dazu. Sicherheitsschuhe mit Stahlkappe sowieso. Das ist keine Empfehlung — das ist Pflicht. Jedes Jahr passieren schwere Unfälle, weil Leute die Schutzausrüstung weglassen.

Schritt 2: Spalten — Axt oder Holzspalter?

Wenn die Stämme auf Länge sind, müssen sie gespalten werden. Stücke unter 10 cm Durchmesser können so in den Ofen. Alles darüber muss runter.

Mit Axt und Spalthammer

Die klassische Methode. Spaltaxt aufsetzen, ausholen, treffen. Klingt simpel, ist aber Übungssache. Harte Holzarten wie Eiche oder verwachsene Stämme mit Astgabeln können zur echten Herausforderung werden.

Für zwei, drei Raummeter im Jahr reicht die Axt völlig. Gute Bewegung, kein Strom nötig, günstig in der Anschaffung.

Mit dem Holzspalter

Wer mehr als fünf Raummeter pro Saison braucht, ist mit einem hydraulischen Holzspalter besser bedient. Ein Hydraulikzylinder drückt den Stamm gegen ein Spaltkreuz — fertig. Kein Ausholen, kein Rückenschmerz.

  • Liegendspalter (4 bis 8 Tonnen): Kompakt, leicht zu transportieren. Reicht für Weichholz und dünnere Stämme.
  • Stehendspalter (10 bis 20 Tonnen): Für dicke Buche und Eiche brauchst du mindestens 10 Tonnen. Verwachsenes Holz verlangt nach 16 oder 20 Tonnen Spaltkraft.

Der Vorteil liegt nicht nur in der Geschwindigkeit. Die Berufsgenossenschaften bestätigen: Die Verletzungsgefahr beim Holzspalter ist deutlich geringer als bei der Axt. Weniger Fehlschläge, weniger wegfliegende Holzstücke, weniger kaputte Rücken.

Achtung beim Holzspalter: Niemals in den Spaltbereich greifen, solange der Zylinder unter Druck steht. Hände weg vom Holz, sobald der Hebel betätigt wird. Holzspalter entwickeln Kräfte, die Knochen wie Streichhölzer brechen.

Schritt 3: Auf Ofenlänge bringen — Wippkreissäge als Alternative

Wer richtig viel Holz verarbeitet, kennt die Wippkreissäge. Die Arbeitsweise: Stamm in die Wippe legen, gegen das Sägeblatt drücken, in Sekunden saubere Schnitte auf exakter Ofenlänge.

Der Durchsatz ist enorm. Wo du mit der Kettensäge einen Raummeter pro Stunde schaffst, macht die Wippkreissäge drei bis vier. Und sie ist sicherer — das Sägeblatt ist konstruktionsbedingt geschützt, ein Kontakt ist kaum möglich.

Der Nachteil: Du brauchst einen festen Platz und Strom. Die Stämme müssen bereits aus dem Wald raus sein.

Praxis-Tipp: Die ideale Kombination: Im Wald mit der Kettensäge grob ablängen und entasten. Am Holzplatz mit der Wippkreissäge auf exakte Ofenlänge schneiden und mit dem Holzspalter spalten. Das spart enorm Zeit.

Richtig lagern — damit das Holz trocken wird

Frisch geschlagenes Holz hat eine Feuchtigkeit von 50 bis 60 Prozent. Damit heizen? Vergiss es. Das Wasser versottet den Schornstein, der Ofen verteert und du verheizt mehr Energie fürs Verdampfen als fürs Heizen.

Die Faustregel: Unter 20 Prozent Restfeuchte. Am besten unter 15 Prozent.

Trocknungszeiten nach Holzart:

  • Fichte und Kiefer: 1 Jahr
  • Birke: 1 bis 1,5 Jahre
  • Buche: 1,5 bis 2 Jahre
  • Eiche: 2 bis 3 Jahre

Gespalten trocknet Holz deutlich schneller als in ganzen Stämmen. Also: Erst spalten, dann lagern.

Beim Stapeln gilt:

  • Nie direkt an die Hauswand. Mindestens 10 cm Abstand, besser 20. Die Luft muss durchziehen.
  • Vom Boden weg. Paletten oder Balken unterlegen, sonst zieht Feuchtigkeit von unten rein.
  • Oben abdecken, Seiten offen lassen. Sonst staut sich die Feuchtigkeit im Stapel.
  • Wenn möglich nach Süden oder Westen ausrichten. Sonne und Wind trocknen am besten.

Frisch gespaltenes Holz nicht sofort in den Schuppen. Erstmal ein halbes Jahr draußen an der Luft vortrocknen lassen, dann unter Dach umstapeln.

Kettensägen und Holzspalter mieten bei mietluke.de

Nicht jeder braucht Kettensäge, Wippkreissäge und Holzspalter das ganze Jahr. Einmal im Herbst den Vorrat für den Winter vorbereiten — dafür lohnt sich der Kauf oft nicht. Eine vernünftige Wippkreissäge kostet über 1.000 Euro, ein ordentlicher Stehendspalter ebenfalls.

Die praktische Lösung: Mieten statt kaufen. Bei mietluke.de bekommst du Kettensägen, Wippkreissägen und Holzspalter genau für den Zeitraum, den du brauchst. Ein Wochenende reicht meistens, um den kompletten Jahresvorrat zu machen. Und du hast immer ein gewartetes, scharfes Gerät — ohne dich um Lagerung, Wartung oder Reparaturen kümmern zu müssen.

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